Königsindische Ideen I: Das Mar del Plata-Manöver

Da ich gerade dabei bin, einem Schüler die Tricks und Kniffe des Königsinders zu vermitteln und eben nicht ihn mit theoretischen Zugfolgen und Bewertungen wie +=, +-, -+ oder ähnlichem zuzustopfen, dient diese Reihe zum Einen als Gedächtnisstütze für mich und wird im weiteren Verlauf eventuell zu einer Typologie ausgebaut.

Den Beginn soll das sogenannte Mar-del-Plata-Manöver machen, mit dem Schwarz im Hauptsystem des klassischen Königsinders Angriffs- und Verteidigungsideen kombiniert:

Hier geschah in der Partie Najdorf-Gligoric, gespielt in der 12.Runde des Turniers zu Mar del Plata 1953, der Zug 16…Tf7! Schwarz bereitet den Turmschwenk nach g7 vor und überdeckt prophylaktisch das weiße Einstiegsfeld c7; zudem wird der Lg7 nun das geräumte Feld f8 besetzen und die Wurzel der Bauernkette auf d6 decken.

Nach den weiteren Zügen 17.cxd6 cxd6 18.a4 Lf8 19.a5 Tg7 sehen wir nun die Vorzüge des Manövers im folgenden Diagramm:

Schwarz hat sein Manöver, das sowohl Angriffs- als auch Verteidigungsideen beinhaltet, abgeschlossen und steht zum typischen Vorstoß g4 (ein weiterer elementarer Bestandteil der königsindischen Strategie aus schwarzer Sicht, der in separaten Folgen besprochen werden wird) bereit.

Wer die ganze Partie nachspielen möchte, kann das mit einem Klick auf diesen Link tun.

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